AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Social Media Manager · Stand: Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich, Kundenkreis
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der Werbewunderbude GmbH (Marke „WWB Digital“), Schwarzwaldstraße 4a, 76461 Muggensturm („Anbieter“), und ihren Kunden über die Nutzung der Software „Social Media Manager“ („Software“).
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen sowie an Vereine, Verbände und vergleichbare Organisationen, die den Vertrag in Ausübung ihrer gewerblichen, selbständigen oder satzungsmäßigen Tätigkeit schließen („Kunde“). Mit dem Vertragsschluss bestätigt der Kunde, nicht als Verbraucher zu handeln.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Software und des Preises auf der Website ist kein bindendes Angebot. Eine Anfrage über das Anfrageformular oder per E-Mail ist ein unverbindliches Interesse des Kunden.
(2) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung des Kunden in Textform (z. B. per E-Mail) bestätigt oder den Zugang des Kunden freischaltet – je nachdem, was zuerst geschieht. Bietet der Anbieter eine Registrierung direkt in der Software an, kommt der Vertrag mit Abschluss der Registrierung und Freischaltung des Kundenkontos zustande.
(3) Die für den Kunden handelnde Person versichert, zur Vertretung des Kunden berechtigt zu sein. Die Angaben des Kunden müssen vollständig und wahrheitsgemäß sein; Änderungen sind in der Software zu aktualisieren oder dem Anbieter mitzuteilen.
§ 3 Kostenlose Testphase
(1) Bietet der Anbieter eine kostenlose Testphase an, gilt diese für die bei Freischaltung angegebene Dauer (in der Regel 30 Tage) mit vollem Funktionsumfang.
(2) Die Testphase endet automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Sie geht nur in einen kostenpflichtigen Vertrag über, wenn der Kunde dies in Textform bestätigt.
§ 4 Leistungsbeschreibung
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als Software-as-a-Service über das Internet bereit. Software und Daten werden auf Servern in Rechenzentren in Deutschland betrieben. Eine Überlassung der Software zur Installation erfolgt nicht.
(2) Der Funktionsumfang ergibt sich aus der bei Vertragsschluss gültigen Leistungsbeschreibung auf der Website. Dazu gehören insbesondere die Verwaltung und Bewertung von Leads, die Anbindung an ein Werbekonto bei Meta (Facebook, Instagram), Auswertungen, regelbasierte Empfehlungen („Stop-Loss“), Kampagnen- und Content-Planung sowie die Benutzer- und Rechteverwaltung.
(3) Die Einrichtung des Zugangs und eine Einführung in die Nutzung sind im Preis enthalten. Darüber hinausgehende Beratung, Kampagnenbetreuung oder Gestaltung von Anzeigen sind nicht Teil dieses Vertrags und können gesondert vereinbart werden.
(4) Der Anbieter entwickelt die Software laufend weiter. Er darf Funktionen ändern, ergänzen oder ersetzen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist und der vertraglich vereinbarte Kernumfang nicht wesentlich eingeschränkt wird.
(5) Internetanbindung, Endgeräte und ein aktueller Browser liegen im Verantwortungsbereich des Kunden.
§ 5 Anbindung an Meta und andere Dienste
(1) Die Anbindung an Meta erfolgt über die Schnittstellen der Meta Platforms Ireland Ltd. mit den Zugangsdaten und dem Werbekonto des Kunden. Der Kunde schließt die hierfür erforderlichen Verträge mit Meta selbst ab (insbesondere die Nutzungsbedingungen für Werbung und die Meta Business Tools Terms) und bleibt im Verhältnis zu Meta allein verantwortlich.
(2) Das Werbebudget zahlt der Kunde direkt an Meta. Es ist nicht im Preis der Software enthalten; der Anbieter hat darauf keinen Zugriff.
(3) Verfügbarkeit, Umfang und Bedingungen der Schnittstellen liegen nicht im Einflussbereich des Anbieters. Ändert oder beschränkt Meta seine Schnittstellen, passt der Anbieter die Software in angemessener Frist an, soweit ihm das mit zumutbarem Aufwand möglich ist. Vorübergehende Einschränkungen der Anbindung sind kein Mangel der Software.
§ 6 Kein Werbeerfolg geschuldet, keine Rechtsberatung
(1) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software, nicht einen bestimmten Werbeerfolg wie eine Anzahl von Leads, Kosten pro Lead oder Umsätze.
(2) Bewertungen (z. B. Lead-Score), Empfehlungen (z. B. Stop-Loss), Richtwerte, Erwartungsrechnungen und Vorlagen sind Entscheidungshilfen. Die Entscheidung über Anzeigen, Budgets und Maßnahmen trifft der Kunde selbst. Das gilt auch, wenn der Kunde eine Empfehlung per Klick in der Software umsetzt (z. B. das Pausieren einer Anzeige).
(3) Die Software ersetzt keine Rechtsberatung. Der Kunde ist insbesondere selbst dafür verantwortlich, dass seine Anzeigen, Landingpages, Cookie-Einwilligungen, Datenschutzhinweise und der Einsatz von Meta Pixel und Conversions API den geltenden Vorschriften entsprechen.
§ 7 Preise und Zahlung
(1) Der Preis beträgt 14,99 € pro Monat und Kunde zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern bei Vertragsschluss nichts anderes vereinbart wurde. Er umfasst alle Funktionen der Software und beliebig viele Benutzerkonten des Kunden.
(2) Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig. Der Anbieter stellt Rechnungen elektronisch (z. B. per E-Mail) aus; sie sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen. Bietet der Anbieter weitere Zahlungsmittel an (z. B. Lastschrift), kann der Kunde diese nutzen.
(3) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung in Textform und Ablauf einer Frist von mindestens 14 Tagen auf einen Lesezugriff beschränken. Der Datenexport bleibt möglich. Weitere Rechte des Anbieters bleiben unberührt.
(4) Der Anbieter kann den Preis mit einer Ankündigungsfrist von mindestens sechs Wochen zum Beginn eines neuen Abrechnungsmonats anpassen. Der Kunde kann in diesem Fall bis zum Wirksamwerden der Änderung kündigen; hierauf weist der Anbieter in der Ankündigung hin.
§ 8 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und verlängert sich jeweils um einen Monat.
(2) Beide Parteien können jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündigen. Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. per E-Mail an kontakt@wwb-digital.de). Bereits gezahlte Entgelte für den laufenden Monat werden nicht anteilig erstattet.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 9 Verfügbarkeit und Support
(1) Der Anbieter gewährleistet eine Verfügbarkeit der Software von 99,5 % im Jahresmittel am Übergabepunkt (Ausgang des Rechenzentrums). Nicht eingerechnet sind angekündigte Wartungsarbeiten, die möglichst in nutzungsarmen Zeiten (z. B. nachts oder am Wochenende) liegen, sowie Ausfälle, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (z. B. höhere Gewalt, Störungen im Internet oder bei Meta außerhalb seines Einflussbereichs).
(2) Support erfolgt per E-Mail an kontakt@wwb-digital.de an Werktagen (Montag bis Freitag, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage) innerhalb der üblichen Geschäftszeiten. Der Anbieter bemüht sich um eine Antwort innerhalb von 2 Werktagen.
§ 10 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim, schützt sie vor dem Zugriff Dritter und vergibt Zugänge und Rollen nur an berechtigte Personen. Zugangstoken zu Werbekonten stellt er nur mit den erforderlichen Berechtigungen aus. Bei Verdacht auf Missbrauch informiert er den Anbieter unverzüglich.
(2) Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm erhobenen und eingegebenen Daten verantwortlich. Er stellt insbesondere sicher, dass für die Verarbeitung der Daten seiner Interessenten und Kontakte eine Rechtsgrundlage besteht, die Betroffenen nach Art. 13, 14 DSGVO informiert sind und erforderliche Einwilligungen – etwa für Meta Pixel und Conversions API – vorliegen.
(3) Der Kunde nutzt die Software nicht missbräuchlich, insbesondere nicht zum Versand unerwünschter Werbung, zur Speicherung rechtswidriger Inhalte oder in einer Weise, die die Stabilität oder Sicherheit der Systeme beeinträchtigt.
(4) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung dieser Pflichten beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.
§ 11 Nutzungsrechte
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags das nicht ausschließliche, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht ein, die Software bestimmungsgemäß über das Internet für eigene Zwecke zu nutzen und seinen Mitarbeitenden und Beauftragten Zugänge einzurichten.
(2) Alle Rechte an der Software verbleiben beim Anbieter. Der Kunde darf die Software nicht dekompilieren, nachbauen oder Dritten außerhalb seines Unternehmens zur Verfügung stellen, soweit dies nicht gesetzlich zwingend erlaubt ist.
(3) Die vom Kunden eingegebenen Daten und hochgeladenen Inhalte bleiben ausschließlich dem Kunden zugeordnet. Der Anbieter nutzt sie nur zur Vertragserfüllung.
§ 12 Datensicherung, Datenexport und Vertragsende
(1) Der Anbieter sichert die Datenbank des Dienstes täglich und bewahrt die Sicherungen für einen begrenzten Zeitraum auf. Die Sicherungen dienen der Wiederherstellung des Gesamtsystems; ein Anspruch auf Wiederherstellung einzelner Datensätze besteht nicht.
(2) Der Kunde kann seine Leads und Berichte während der Vertragslaufzeit jederzeit im Format CSV exportieren.
(3) Nach Vertragsende stehen die Daten dem Kunden noch 30 Tage zum Export bereit; auf Wunsch stellt der Anbieter einen vollständigen Export bereit. Danach werden die Daten gelöscht; Sicherungskopien werden im Rahmen der regulären Rotation überschrieben.
(4) Gesetzliche Aufbewahrungspflichten des Kunden erfüllt der Kunde selbst anhand der exportierten Daten.
§ 13 Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter im Rahmen des Vertrags personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Er ist Bestandteil dieses Vertrags und wird mit dessen Abschluss vereinbart.
§ 14 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt; dieser beträgt höchstens die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlte Vergütung.
(3) Für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Werbeerfolge und vom Kunden an Dritte (insbesondere Meta) gezahltes Werbebudget haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit nicht.
(4) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
(5) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden (insbesondere durch Exporte) angefallen wäre, es sei denn, der Anbieter hat den Verlust vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht.
(6) Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Die Haftung nach Art. 82 DSGVO richtet sich nach dem AVV und den gesetzlichen Vorschriften.
§ 15 Gewährleistung
(1) Für Mängel der Software gelten die mietrechtlichen Vorschriften (§§ 535 ff. BGB) mit den Maßgaben dieser AGB. Der Anbieter beseitigt Mängel in angemessener Frist nach Meldung; er kann dies auch durch Bereitstellung einer Umgehungslösung tun, sofern diese dem Kunden zumutbar ist.
(2) Der Kunde meldet Mängel unverzüglich in Textform mit einer nachvollziehbaren Beschreibung. Ein Minderungsrecht kann nicht durch Abzug von der Vergütung ausgeübt werden; Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung bleiben unberührt.
§ 16 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus triftigem Grund (z. B. Gesetzesänderung, Rechtsprechung, Änderungen bei Meta, Weiterentwicklung des Dienstes) erforderlich ist und das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht wesentlich zum Nachteil des Kunden verändert wird.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge, das Widerspruchsrecht und die Frist weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin.
(3) Widerspricht der Kunde, gelten die bisherigen AGB fort; beide Parteien können den Vertrag dann zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündigen.
§ 17 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters (Muggensturm). Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden auch an dessen Sitz zu verklagen.
(3) Erklärungen in Textform genügen, soweit diese AGB nichts anderes bestimmen. Die Vertragssprache ist Deutsch.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung (§ 306 Abs. 2 BGB).